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30. September bis 6. Oktober

Distrikt Berlin

Wohlkingender Akkord und dunkle Töne


Aller Augen warten auf dich und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. (Psalm 145,15)


Das Erntedankfest ist ein fröhliches Fest und ein Grund zum Gotteslob! Wir sind in unserem reichen Land in unvorstellbarer Weise privilegiert und haben in vielerlei Hinsicht reich gedeckte Tische. Ich bin mir sicher, dass sehr viele, die diesen Text lesen, jede Menge Grund zu tiefer Dankbarkeit haben.

Das Bibelwort aus Psalm 145 kommt zunächst einmal aus einer anderen Welt. Denn wir müssen nicht auf den gedeckten Tisch warten, sondern wir haben ihn zu allen Zeiten parat – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Aber mit dieser Bilanz kann unser Erntedank nicht zu Ende sein. In den wohlklingenden Akkord unserer Dankbarkeit mischen sich dunkle Töne: Unsere Welt zerreißt immer mehr in arm und reich. Umweltzerstörung, Kriege und alle möglichen Spielarten von Hass wüten – so scheint es – furchtbarer denn je und sorgen weltweit bei unzähligen Menschen für leere Tische. Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass uns die Vielzahl der Krisen und Probleme, die uns auf allen möglichen Kanälen ins Haus flattern, gleichgültig gemacht hat. Wir haben uns an diese dunklen Töne gewöhnt. Oder schlimmer noch: Wir verjagen jene aus unserem Land, die in ihrer Verzweiflung zu uns kommen, um ein paar Brocken unseres Reichtums abzubekommen.

Das Erntedankfest müsste uns aufrütteln und uns den Schmerz darüber empfinden lassen. Dann münden unser Lob und unser Dank in die leidenschaftliche Bitte: Herr, erbarme dich derer, die Mangel leiden! Dein Reich komme!

Gabriel Straka, Superintendent

Kontakt: gabriel.straka(at)emk.de

Ich danke Gott

  • für unsere reich gedeckten Tische und für alles, was wir zum Leben haben.
  • für alle Menschen, die sich nicht damit zufrieden geben, dass es ihnen selbst gut geht, sondern die für andere eintreten und für mehr Gerechtigkeit aufstehen.
  • für »Brot für die Welt« und andere Hilfsorganisationen, die engagiert daran arbeiten, Not zu lindern und Menschen zu helfen.

Ich bitte Gott

  • für alle, die Hunger leiden: Hunger nach Brot, nach Freiheit, nach Gerechtigkeit und nach Liebe.
  • dass wir nicht gleichgültig werden, sondern den Schmerz über weltweite Ungerechtigkeit wahrnehmen.
  • für uns Menschen in der reichen Welt, dass wir unseren Wohlstand endlich glaubwürdig teilen, statt alle Kraft zu investieren, um Menschen loszuwerden, die in unserem Land um Asyl bitten.
  • dass wir immer neu begreifen, dass Gott den Hungrigen ihre Speise zur rechten Zeit geben will, dass er dafür aber auch uns braucht.
Gabriel Straka
Gabriel Straka

Distrikt Berlin

Die insgesamt 27 Gemeinden des Berliner Distrikts mit knapp 2.000 Methodisten befinden sich in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und sind teilweise über hundert Kilometer voneinander entfernt. Sie leben in einem Umfeld, in dem der Abbruch kirchlicher Traditionen für die Mehrzahl der Menschen mehr als zwei Generationen zurückliegt.

Kontakt:

Superintendent Gabriel Straka
Dieffenbachstraße 39
10967 Berlin

Telefon: 030 81797234
E-Mail: distrikt.berlin(at)emk.de