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27. Juni bis 3. Juli

Theologische Hochschule Reutlingen

Wie das Leben leichter wird


Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)


Der Satz mit dem gegenseitigen Tragen der Last ist geläufig. Beim Lesen der zweiten Vershälfte allerdings bleibt mein Auge an dem eigentümlichen Ausdruck »das Gesetz Christi« hängen. Gerade der Galaterbrief hatte doch gelehrt, dass durch das Gesetz niemand gerecht werde, und dass Christus, käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, umsonst gestorben wäre. »Ich bin dem Gesetz gestorben«, bekennt Paulus. Was also soll in diesem Zusammenhang der Ausdruck »das Gesetz Christi«? Wird hier ein bestehendes Gesetz von einem neuen Gesetz abgelöst? Das würde - zusammen mit der Aufforderung, des andern Last zu tragen, auf direktem Wege zu einer einengenden Gesetzlichkeit führen.

Nein, Paulus relativiert das Gesetz und ordnet es neu ein, ohne es schlechtzureden. Aber das Gesetz Christi ist eine andere Art von Gesetz: Es teilt Rechtfertigung aus Gnade, aus Glauben zu, es schenkt die Kindschaft, es ist in dem einen Wort erfüllt: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« Dies geschieht in einer Freiheit, zu der der Geist Gottes befreit. Das alles hat jedenfalls mit Gesetzlichkeit nichts zu tun.

Aus der Sicht dieser Freiheit bekommt nun auch die erste Vershälfte einen neuen Klang: Wenn einer eine Last zu tragen hat – was ja vorkommt, aber auch nicht das ganze Leben ausmacht –, dann ist jemand da, der aus dem Geist der Freiheit gerne sagt: »Ich unterstütze dich, ich reiche dir meine Hand, ich gehe ein Stück deines Weges mit«. Für beide wird das Leben leichter, wenn Gottes Kinder einander in Liebe dienen.

Prof. Christof Voigt

Kontakt: christof.voigt(at)emk.de

Ich danke

  • für die Vorbilder des Glaubens in der Geschichte der Kirche und in den Gemeinden der Gegenwart;
  • für die, die sich in den Dienst des Reiches Gottes rufen lassen;
  • für die Anerkennung, die der neue Studiengang »Soziale Arbeit und Diakonie« schon in der Startphase erfährt.

Ich bitte

  • um einen lebendigen und erfrischenden Beginn des Studienganges »Soziale Arbeit und Diakonie«;
  • um Weitsicht, Weisheit, Mut und Demut bei den bevorstehenden Bauprojekten;
  • für alle Menschen, die an der Theologischen Hochschule leben und arbeiten.
Christof Voigt
Christof Voigt

Theologische Hochschule Reutlingen

Die Theologische Hochschule Reutlingen steht in einer mehr als 150-jährigen Tradition der Bildung kirchlicher Führungskräfte. Getragen wird sie von fünf deutschsprachigen Jährlichen Konferenzen. Sie ist eine staatlich anerkannte Hochschule und vergibt staatlich und international anerkannte Bachelor- und Master-Abschlüsse. Neben den Studiengängen in Theologie wird ein Masterstudium in »Christlicher Spiritualität« und ab Herbst 2021 ein Bachelorstudium in »Soziale Arbeit. Diakonie. Theologie« angeboten.

Kontakt:

Theologische Hochschule Reutlingen
Staatlich anerkannte Hochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche
Friedrich-Ebert-Str. 31
72762 Reutlingen

Telefon: 07121 9259-0
Web: www.th-reutlingen.de