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15. bis 21. Dezember

Theologische Hochschule Reutlingen

Gewaltige Zeitenwende


Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig. (Jesaja 40,3.10)


Wenn ich diese Worte aus dem Jesajabuch lese, komme ich sofort ins Stolpern: Wenn Gott der Herr gewaltig kommt, warum muss man ihm dann den Weg bereiten? Außerdem: Klingt das Wort »gewaltig« in unseren Ohren nicht eher negativ?

Angesichts dieser Fragen ist es gut zu wissen, dass die Worte vom gewaltigen Kommen Gottes in einem Abschnitt des Jesajabuchs stehen, der in der Lutherbibel mit der Überschrift »Das Trostbuch von der Erlösung Israels« versehen ist. Die Worte sind an Menschen aus dem Volk Israel gerichtet, die ins Exil in Babylon verschleppt wurden und an der Güte Gottes irre zu werden drohten. Sie fühlten sich von Gott und allen guten Geistern verlassen: »An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten …« (Psalm 137,1). In einer solchen Situation ist die Verheißung des gewaltigen Kommens Gottes ein Trost und keine Bedrohung. Es ist ein Satz der Krisenseelsorge, die manchmal ein beherztes Eingreifen erfordert.

Die Christenheit hat die Worte vom Kommen Gottes aus dem Buch Jesaja von Anfang an auf die Geschichte Jesu Christi gedeutet. Daran erinnern wir uns in jedem Advent. Der Blick auf diese Geschichte zeigt uns noch einmal ein tieferes Verständnis vom gewaltigen Kommen Gottes. Es ist die Geschichte einer gewaltigen Liebe, die eine Zeitenwende verursacht hat. Wer diesem Herrn den Weg bereiten will, darf dies nicht mit menschlicher Gewalt tun, sondern mit Worten und Taten der Barmherzigkeit, der Freundlichkeit und der Liebe.

Prof. Dr. Holger Eschmann

Kontakt: holger.eschmann(at)emk.de

Ich danke

  • für die Menschen, die Gott in den Dienst der Verkündigung seiner guten Geschichte mit der Welt gerufen hat.
  • für die vielen Begabungen, mit denen er Menschen ausstattet.

Ich bitte

  • dass Gott uns die Ohren, Augen und Herzen öffnet, dass wir immer deutlicher hören, was sein Wort uns sagt und wie wir dies anderen mit Wort und Tat weitersagen können.
  • Gott für die Menschen, die an der Theologischen Hochschule Reutlingen lernen, lehren und leben – und für die vielen Menschen, mit denen sie in aller Welt in Verbindung stehen.
  • Gott um Menschen, die sich von ihm zur Arbeit in seine Ernte senden lassen.
  • Gott um seine Begleitung in allen Veränderungsprozessen der Theologischen Hochschule.
Prof. Dr. Holger Eschmann
Prof. Dr. Holger Eschmann

Theologische Hochschule Reutlingen

Das Studium an der Theologischen Hochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche in Reutlingen wurzelt in gelebtem Glauben, lebt von befreitem Denken und zielt auf eine Praxis tätiger Liebe. Wissenschaftlich fundiert und auf die Praxis bezogen, dient das Studium der vollzeitlichen oder berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung von Menschen für den hauptamtlichen Dienst in der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche .

Kontakt:

Theologische Hochschule Reutlingen
Staatlich anerkannte Hochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche
Friedrich-Ebert-Str. 31
72762 Reutlingen

Telefon: 07121 9259-0
Web: www.th-reutlingen.de