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27. August bis 2. September

Seniorenarbeit

Getrost die Trommel schlagen!


Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
(1. Petrus 5,5)


Lauter, greller, schriller: mir kommt manchmal so vor, als ob nur noch das wahrgenommen wird. Die Öffentlichkeit giert nach Sensationen und »special events«. Wer sich gut verkaufen kann, existiert. Wer im stillen Kämmerlein oder völlig unauffällig vor sich hin werkelt, ist nicht mehr. Das Gebot der Stunde, und das gilt für alle gesellschaftlichen Gruppen einschließlich der Kirchen, lautet: Mitmischen, auffallen, notfalls auch anecken oder Kopfschütteln auslösen. Aber wenigstens noch irgendwie vorkommen. Mir persönlich ist das total zuwider und doch mache ich mit, weil mir mein Anliegen so wichtig ist: Gott ist nicht tot und sein guter Wille für die Welt muss zu Gehör gebracht werden.

Manchmal frage ich mich trotzdem: Trage ich jetzt nicht viel zu dick auf? Sollten Kirchen nicht viel bescheidener daherkommen? So wie es eben die Bibel sagt: die Demütigen erleben Gnade, den Hochmütigen aber tritt Gott entgegen. Das ist schon eine starke Ansage.

Könnte es so gehen? Kräftig mitmischen in der »Vermarktung«, und doch dabei demütig bleiben? Das scheint mir ein großes Geheimnis zu sein. Es gibt tatsächlich Menschen, von denen ich sagen kann: Ja, genau, so ist das bei denen. Beispielsweise Nelson Mandela, Wolfgang Huber oder Walter Klaiber. Menschen, die in feiner, aber nachdrücklicher Weise für das Evangelium stehen. Als öffentliche Personen werden sie wahrgenommen, und doch stellen sie ihre Person hinter das Anliegen. Wenn uns das gelingt, können wir getrost die Trommel schlagen.

Segen
Mögest Du warme Worte an einem kalten Abend haben, Vollmond in einer dunklen Nacht und eine sanfte Straße auf dem Weg nach Hause.

Ulrike Burkhardt-Kibitzki

Kontakt zur Autorin: ulrike.burkhardt-kibitzki(at)emk.de

Ich danke

  • für Freizeiten, die Älteren Freude, Abwechslung und einen neuen Horizont schenken.
  • für freie Zeit, die Ältere haben und für vieles nützen können: zur Muße, zum Innehalten, zum Genießen, zur dankbaren Erinnerung, zum beherzten Ergreifen neuer Chancen und Möglichkeiten.
  • für die Sommerpause, die den Verantwortlichen in der Kirche, auch denen im Bereich der Seniorenarbeit, Besinnung, Erholung und Neuausrichtung ermöglicht.

Ich bete

  • für Großeltern, die ihre Enkel hüten.
  • für Ältere, die in der Flüchtlingshilfe oder bei sozialen Mittagstischen aktiv sind.
  • für Menschen, die akut erkrankt sind und unter Schwäche und Einschränkung sehr leiden.
  • für diejenigen, die auf ihrer letzten Reise sind und sich dem Übergang in Gottes Ewigkeit nähern.
Ulrike Burkhardt-Kibitzki
Ulrike Burkhardt-Kibitzki

EmK Seniorenarbeit

In einer älter werdenden Gesellschaft und Kirche kommt der Arbeit mit und für Seniorinnen und Senioren immer größere Bedeutung zu. Wir ermutigen, die Kompetenzen, die Erfahrungen sowie die Weisheit älterer Menschen für Kirche und Welt fruchtbar werden zu lassen. Ältere und Hochbetagte sind wertgeschätzte Partner im Bau des Reiches Gottes. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag als Berufene Jesu Christi.

Die Seniorenarbeit ist unter dem Dach des EmK-Bildungswerks angesiedelt.

Kontakt:

Seniorensekretärin Ulrike Burkhardt-Kibitzki
ulrike.burkhardt-kibitzki(at)emk.de

Weitere Infos unter
www.emk-bildungswerk.de