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10. bis 16. September

Internationale und Migranten-Gemeinden


Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25,40)


Unsere Arbeit verschwenden

»Pastor, Amy macht nicht mit!« Unsere Jugendgruppe baute eine Rampe in einer Stadt und für eine Frau, die sie nicht einmal kannten. Die Rampe ermöglichte den Zugang zur Welt für jemanden, der jetzt auf den Rollstuhl angewiesen war. Seit über einem Jahr war diese Person nicht mehr »draußen«. – Es war heiß, harte Arbeit in der Sommersonne.

Wir Christen kennen das wichtigste Gebot. Aber jetzt wird Jesus konkreter, wie unser Christsein aussehen sollte, besonders gegenüber denen, die nicht so sind wie wir und deren Stimme nicht gehört wird. Wenn wir Versöhnung in die Welt bringen, erkennen wir, dass manches nicht stimmt und richtiggestellt werden muss. Das griechische Wort für Sünde, Harmatia, bedeutet »das Ziel verfehlen«, wie ein Bogenschütze das Ziel verfehlt. Jesus geht noch weiter: »Was du nicht getan hast, einem von diesen geringsten ...«

Wir fanden Amy dann drinnen mit der Frau bei der Maniküre. »Sie geht morgen in die Stadt. Da muss sie gut aussehen!«, erklärte Amy. Während wir das Ziel im Auge hatten, die Rampe zu bauen, verfehlten wir das Ziel, indem wir Amy verurteilten. Amy war wie Maria, die Schwester von Martha. Sie hatte »einen noch besseren Weg« gewählt.

Dinge zu tun, um dabei selbst oder als Gruppe groß rauszukommen, ist menschlich. Wo wir uns aber im Namen Christi für andere einsetzen, geschieht Gottes Werk. Vor allem, wenn wir noch den nächsten Schritt machen und unsere Arbeit in der Liebe für andere »verschwenden«, wird Gott aus uns gebrochenes Brot und ausgegossen Wein machen.

George Miller

Kontakt zum Autor: coordinator(at)emk.de

Ich danke

  • dass wir als Christen in dieser Welt ein Gespür für Sinnvolles haben, das die Gesellschaft als »verschwenderisch « oder als Unsinn empfindet.
  • dass wir als Christen durch unsere Liebe erkannt werden, auch durch unsere verschwenderische Liebe. Liebe, die Vergebung und Versöhnung bringt und als Maßstab der Gerechtigkeit dient.
  • dass es diese verrückte, verschwenderische Liebe ist, durch die der Sünder, auch wir selbst, von der Knechtschaft der Sünde befreit werden.

Ich bitte

  • dass wir unsere Berufung erkennen, denen zu dienen, die so anders sind als wir, fremd, usw.
  • dass wir der Ungewissheit, der Angst und dem Zweifel dadurch begegnen können, dass die Lehren der Schrift Teil unseres Alltags werden.
  • dass wir als Methodisten den Weg der Heiligung gehen, indem wir uns in der Tiefe der Liebe üben.
Georg Miller
Georg Miller

Internationale und Migranten-Gemeinden

Mit dem Arbeitszweig »Internationale und Migranten-Gemeinden« sollen internationale Gemeinden und Migrantengemeinden in Deutschland unterstützt werden und diese Arbeit weiter ausgebaut werden. Dies umfasst Asylsuchende, Migranten, Studenten, Arbeiter ohne Papiere, Einwohner mit Migrationshintergrund und Soldaten mit ihren Familien.

Kontakt:

International and Migrant Ministries
Pastor George Miller
Dielmannstraße 26
60599 Frankfurt am Main

Telefon: 069 242521-112
E-Mail: coordinator(at)emk.de

www.unitedmethodist.de
www.emk.de\internationalegemeinden